Wien hat ein reiches historisches Erbe. Barock und Historismus, Jugendstil und klassische Moderne prägen viele Bezirke. Und Wien wächst – während gleichzeitig die Maßnahmen zum Schutz alter Häuser hinterherhinken. Die Bemühungen von Bund (Denkmalschutz) und Stadt Wien (Schutzzonen), reichen nicht aus, um die vielen bedeutenden Gebäude in Wien zu schützen. Selbst die 2018 verschärfte Bauordnung kann Abbrüche oft nicht verhindern. In dieser Sektion sind alle Artikel, in denen es um Abrisse in Wien geht. Eine Übersicht über ab 1990 abgerissene Häuser gibt es hier.

Nichts Besseres nach Bösendorfer
Graf-Starhemberg-Gasse 14: Neubau ersetzt Klavierfabrik

Nichts Besseres nach Bösendorfer

Die Bösendorfer-Fabrik im 4. Bezirk war ein Stück Altwiener Geschichte. Seit dem Abriss vor einigen Jahren steht ein banaler Wohnblock mitten im wunderschön erhaltenen Gründerzeitensemble. Dabei wird klar: Freier Markt und unregulierte Preise führen nicht automatisch zu ansprechender Architektur. Und ein Bisschen Fassadenbegrünung hilft wenig gegen den Mangel an Bäumen und Grünflächen in der Stadt.

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Verlorenes Wien
Abrisse in Wien: Liste mit zerstörten Häusern

Verlorenes Wien

Wien verändert sich rasant. Während in den letzten Jahren und Jahrzehnten einerseits viele alte Häuser renoviert und ausgebaut wurden, ist zugleich auch der Altbaubestand dramatisch geschrumpft. Oft sind dabei auch wertvolle Zeugnisse vergangener Tage und einzigartige Werke der Architektur verloren gegangen.

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Leiner-Haus: Verpasste Chance
Das Leiner-Haus wird abgerissen

Leiner-Haus: Verpasste Chance

Der "Leiner" in der Mariahilfer Straße steht vor dem Abriss. Ein neues Kaufhaus nach Plänen eines weltberühmten Architekturbüros soll gebaut werden. Dabei hätte das traditionsreiche Gründerzeitgebäude alles, was es für ein spannendes Wiener Kaufhaus braucht. Doch die Chance, dem Leiner-Haus seinen alten Glanz wiederzugeben, wird nicht genutzt.

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Zerstörte Hoffnung
Abgerissen: Nordbahnhalle

Zerstörte Hoffnung

Die Nordbahnhalle war ein Gemeinschafts- und Kulturzentrum im 2. Bezirk. Monatelang haben Anwohner, Künstler und Stadtplaner gegen den Abriss protestiert - vergeblich, denn die Stadt Wien schickte die Bagger vor und ließ die Halle teilweise abreißen. Als nur wenige Wochen später ein Brand ausbrach und schwere Schäden anrichtete, war das Schicksal der Halle besiegelt. Jetzt ist von der Nordbahnhalle nichts mehr übrig.

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Der nächste „AKH-Skandal“?
Vor Abriss: I. Medizinische Klinik (links) - Renoviert: Frauenkliniken (rechts)

Der nächste „AKH-Skandal“?

Die Aufregung ist groß, seit das Wiener AKH den Abriss zweier historischer Kliniken angekündigt hat. Betroffen sind die I. Medizinische Klinik und die Kinderklinik, zwei Großbauten aus der Spätzeit der Monarchie, entworfen vom berühmten Ringstraßen-Architekten Emil von Förster. Die 1911 fertiggestellten Gebäude sind in ihrer Monumentalität und der Verbindung aus Historismus und Jugendstil in dieser Form einzigartig in Wien. Doch warum werden sie nicht renoviert, wie die nahen Frauenkliniken, die sogar noch älter sind?

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Nordbahnhalle: Gemeinschaft muss weichen

Wien präsentiert sich gern als Kulturmetropole. Wien fördert auch Partizipation und lokale Initiativen. Eine dieser lokalen Kultur- und Gemeinschaftsprojekte ist die Nordbahnhalle im 2. Bezirk. Jetzt fahren die Abrissbagger auf und reißen die Halle nieder. Warum lässt die Stadt das zu?

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Lücke auf Zeit

Wien Neubau. Eine über 200 Jahre alte Häuserzeile. Hier gelten Denkmalschutz und Schutzzone - und damit der bestmögliche Schutz gegen Hausabrisse. Ende August 2019 fahren plötzlich Baumaschinen auf und reißen eine riesige Lücke in ein über 200 Jahre altes Haus. - Erst rund eine Woche später wird klar: Die Abbrucharbeiten sind mit dem Bundesdenkmalamt abgestimmt. Nach Ende der Bauarbeiten (es wird ein Schulzubau errichtet) wird die Fassade wiederhergestellt.

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Bauen ohne Rücksicht
Marchettigasse 8: Erbaut um 2006 in Schutzzone, ersetzt Vorgründerzeithaus (Baujahr 1822)

Bauen ohne Rücksicht

Wien sitzt auf einem unermesslichen Schatz. Dieser Schatz ist die Architektur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Dieses gebaute historische Erbe macht Wien international so einzigartig. Doch wie wenig dieses Erbe mitunter wertgeschätzt wird, zeigt sich dann, wenn in historischer Umgebung neue Häuser gebaut werden, die in keinem Verhältnis mehr zu dem stehen, was bereits da ist. - Ein Bericht über zwei abgerissene Althäuser und ihre Nachfolger mitten im 6. Bezirk.

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Abriss-Schutz statt Laissez-faire
Noch vor der Gesetzesverschärfung abgerissen: Mariahilfer Gürtel 33 (15. Bezirk)

Abriss-Schutz statt Laissez-faire

Ein Jahrhundert nach dem Ende der Gründerzeit fegte eine ungebremste Abrisswelle über die Stadt. Rufe nach strengeren Gesetzen stießen bei den Stadtoberen lange Zeit auf taube Ohren. Erst 2018 trat ein effektiverer Abriss-Schutz für Altbauten in Kraft. - Ein Artikel über politisches Versagen, alte Häuser und ein richtungsweisendes Gesetz.

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Das war's.

Das war's.