Bellevuestraße: Altbau-Attrappe eingestürzt
In Döbling sorgte 2025 der Einsturz eines Gebäudes für Aufregung. Von dem Gebäude war aber schon zuvor nur mehr die Fassade erhalten gewesen.
In Döbling sorgte 2025 der Einsturz eines Gebäudes für Aufregung. Von dem Gebäude war aber schon zuvor nur mehr die Fassade erhalten gewesen.
Das alte Haus in der Hietzinger Franz-Boos-Gasse ist äußerlich gut erhalten. Trotzdem darf es abgerissen werden. Wieder einmal mit der Begründung angeblicher wirtschaftlicher Abbruchreife. Diese bekannte Lücke im Altbau-Schutz hat schon zu vielen Abrissen geführt.
Das alte Haus in Döbling war von den Behörden zum Abriss freigegeben worden. Begründung: Abbruchreife. Der Altbau ist eines von vielen wegen Abbruchreife abgerissenen Häusern.
Die Manner-Villa wurde bis auf einige Mauern und zwei Fassadenfronten abgerissen, der verbliebene Rest wird zu Luxuswohnungen umgebaut. Die tiefgreifenden Veränderungen sind trotz Schutzzone möglich.
Das alte Haus in der Billrothstraße 43 wurde abgerissen.
Ein Altbau in Währing wurde von den Behörden zum Abriss freigegeben. Das äußerlich unauffällige und saniert wirkende Gebäude sei abbruchreif.
Ein Gründerzeithaus in Margareten war von den Behörden zum Abriss freigegeben worden. Das Haus in der Oberen Amtshausgasse sei abbruchreif gewesen. Basis dafür dürften die alten Bestimmungen in der inzwischen reformierten Bauordnung sein, unter denen Abbruchreife relativ einfach zu erreichen war.
Bei einem Gründerzeithaus in der Linzer Straße wurde eine massive Aufstockung errichtet - aber nicht fertiggestellt. Das Haus ist zu einer Investorenruine geworden. Dahinter stehen eine von der Stadt Wien eingerichtete Abrisswidmung und ein offenbar pleitegegangener Investor.
Über viele Jahre hinweg wurden laufend erhaltenswerte Altbauten abgerissen. Das auch in Ortsbild-Schutzzonen und auch nach der Verschärfung der Bauordnung im Jahr 2018. Doch welche Gebäude waren und sind betroffen? Das hielt die Stadt Wien lange Zeit geheim.
Bei einem Totalumbau in der Favoritenstraße wurde bei einem Gründerzeithaus in einer Ortsbild-Schutzzone ein Teil des Dekors zerstört und durch einen winzigen Balkon ersetzt. Der Balkon ist ausgerechnet an der verkehrsreichen und damit lauten Favoritenstraße angebracht.
Am Kempelenpark im 10. Bezirk wird ein neues Wohngebiet errichtet. Den neuen Häusern muss ein Gebäudekomplex weichen, der erst in den 1980ern errichtet wurde. Warum wurde nicht auf Umbau, Sanierung und Aufstockung gesetzt, um Ressourcen zu sparen?
Der Altbau in der Jörgerstraße 20 wird abgerissen. Das Gebäude wurde von den Behörden als nicht erhaltenswert eingestuft. Der Bauträger ARWAG errichtet anstelle des Altbaus einen Neubau mit Eigentumswohnungen.
Seit einiger Zeit sind Altbauten effektiver vor Abrissen geschützt. Details zur "Abbruchreife" bleiben der Öffentlichkeit aber meist verborgen. Abgerissen wird dennoch immer wieder.
- Erschienen auf derstandard.at
2019 wurde ein herausragender Altbau nahe der Simmeringer Hauptstraße abgerissen. Es galten weder Denkmalschutz noch Schutzzone. Anstelle des Gebäudes im Stil der Neorenaissance befindet sich heute eine schlichte Wohnhausanlage.
Neben den Ostbahngleisen in Simmering, nahe der Grillgasse, wurde ein altes Gebäude der Bahn abgerissen.
Ein Bürohaus beim Donaukanal wird umgebaut und neu genutzt. Das Projekt hat Vorbildwirkung: Statt abzureißen und neu zu bauen wird die Bausubstanz erhalten und das Gebäude auf einen zeitgemäßen Stand gebracht.
Die ehemalige Post- und Telegraphendirektion, die bis heute als Amtsgebäude genutzt wird, ist seit vielen Jahren in einem renovierungsbedürftigen Zustand. Bereits 2009 war eine Sanierung geplant, die aber nie ausgeführt wurde.
Die Abendschule in der Plößlgasse im 4. Bezirk wird abgerissen. Anstelle des in den 1960ern errichteten und in den 1980ern erweiterten Gebäudes kommt mit dem "Haus der Jugend" ein Neubau.
Fensterläden, Außenrollos und Schiebeläden haben ganz alltägliche Funktionen: Sie schützen vor Hitze, unerwünschten Blicken und verdunkeln die Innenräume. Sie haben aber auch eine von außen sichtbare Form und damit eine Wirkung auf Fassade und Stadtbild.
Das über 200 Jahre alte Biedermeierhaus in der Albertgasse 43 machte jahrelang einen verlassenen Eindruck. Die Fassade wies Schäden auf. Schließlich wurde das Gebäude saniert.
Bei dem Gebäude an der Ecke von Mariahilfer Straße und Gürtel wurde der Fassadenschmuck in der Nachkriegszeit weitgehend zerstört. 2021 bekam die Fassade auf eine Initiative der Wiener Immobilienfirma 3Si neuen Dekor.
Ein prachtvolles Gründerzeithaus droht dem Abriss zum Opfer zu fallen. Die Wiener Linien haben das Gebäude für den Bau der U-Bahn-Linie 5 gekauft - und wollen es trotz Schutzzone abreißen.
Die alte Wirtschaftsuniversität (WU) soll nach wenigen Jahrzehnten schon wieder abgerissen werden.
- Fotos von der alten WU und ihrer Umgebung.
Ein Gründerzeithaus mit komplett erhaltener Historismusfassade könnte dem Abriss zum Opfer fallen.
Nach 45 Jahren soll das alte Gebäude der WU Wien abgerissen werden. Warum wird nicht umgebaut und saniert, um Ressourcen zu sparen?
- Erschienen auf derstandard.at
In bester Lage im 8. Bezirk soll eine neue Privatklinik gebaut werden. Noch stehen auf dem Grundstück mehrere Altbauten. Diese Altbauten sollen dem Neubau weichen, obwohl seit 2018 ein Abriss-Schutz für alte Gebäude gilt.
Ein Gebäude der Wiener Arbeiterkammer könnte vor dem Abriss stehen. Das ist aus Sicht von Architektur und Ressourcen sehr zu hinterfragen.
- Erschienen auf derstandard.at
Am 6.10.2023 lud die IG Architektur zu einer Dialogveranstaltung zum Thema „Abriss vermeiden - was macht Abbruch so attraktiv?” ein. Expert:innen aus den Bereichen Verwaltung, Architektur, Politik, Projektentwicklung sowie Ingenieur:innen, Jurist:innen und Aktivist:innen diskutierten die wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen, die den Abbruch von Gebäudebestand vorantreiben.
Im historischen Ortskern von Leopoldau wurde ein Gebäude trotz Schutzzone abgerissen. Erst vor wenigen Jahren waren schon zwei Gebäude der Abrissbirne zum Opfer gefallen. Der Abriss-Schutz in der Wiener Bauordnung erweist sich regelmäßig als ineffektiv.
Am Nordbahnhofgelände wurde ein etwa Mitte der 1990er-Jahre errichtetes Bürohaus schon wieder abgerissen. Ein solches Vorgehen widerspricht den Forderungen von Experten nach Umbau und Sanierung statt Abriss und Neubau - im Sinne des nachhaltigen Umgangs mit verbauten Ressourcen.
Der alte Meierhof von Schloss Neugebäude verfällt seit vielen Jahren. Die Stadt Wien hat das Baurecht an eine private Immobilienfirma vergeben. Wird das Gebäude erhalten bleiben?
Das Hotel Intercontinental ist zum Abriss vorgesehen. Mit seiner 1960er-Jahre-Architektur hat es das massige Gebäude am Heumarkt nicht gerade in die Herzen der Bevölkerung geschafft. Aber ist es sinnvoll, es einfach abzureißen?
Das 1999 fertiggestellte Gebäude des ehemaligen Sophienspitals am Neubaugürtel wurde 2023 abgerissen. Anstelle des Krankenhaustrakts wird eine große Wohnhausanlage mit geförderten Wohnungen errichtet.
Wien reformiert das Baugesetz. Beim Erhalt von Ressourcen, Stadtbild und prägender Architektur ist dabei noch viel Luft nach oben.
- Erschienen auf derstandard.at
Drei Gründerzeithäuser in Penzing haben einen Dachausbau bekommen. Nicht weiter aufregend, wäre da nicht die Ästhetik. Es ist erstaunlich, dass es dieses Projekt durch die behördliche Genehmigung geschafft hat.