Wiener Querschnitte

Wem gehört der öffentliche Raum? Uns allen. Aber ist der öffentliche Raum auch gerecht aufgeteilt? Welche Verkehrsteilnehmer werden bevorzugt, welche benachteiligt? Sind die Straßen auch lebenswert gestaltet? Oder dienen die Flächen zwischen den Häusern in erster Linie als Transitorte ohne gestalterische Qualität?

Dieser Artikel zeigt einen Querschnitt durch die Wiener Straßen. Im Fokus sind die Flächen für Kfz, Radfahrer, öffentliche Verkehrsmittel und Fußgänger, sowie Bäume, Begrünung und Bodenbelag.

Hinweise zur Methodik

  • Bei den Berechnungen handelt es sich um Schätzungen auf der Basis des Flächenwidmungsplans bzw. der Karte der Radlobby. Gewisse Ungenauigkeiten (ca. +/- 0,5 bis 1 Meter) können auftreten. Die allerersten Querschnitte wurden mit dem Flächenwidmungsplan gemacht, der aber nur Meter anzeigt und keine Nachkommastellen. Es kann bei den älteren Querschnitten also zu Ungenauigkeiten kommen, die danach nicht mehr auftreten (die seither verwendete Karte ist genauer).
  • Die Berechnungen beziehen sich jeweils auf die angeführten Hausnummern. Da die Bauflucht und die Anordnung der Parkplätze bei vielen Straßen nicht einheitlich sind, ergeben sich je nach Hausnummer unterschiedliche Zahlen.
  • Mitunter ragen geparkte Fahrzeuge in den Gehsteig hinein. Solche Verengungen des Gehsteigs lassen sich in den Berechnungen nicht abbilden.
  • Gemessen wird der Querschnitt im rechten Winkel zur Baulinie. Durch den Kamerawinkel kann mitunter ein verzerrtes Bild entstehen. Die Berechnungen sind davon nicht betroffen.
  • Die Angaben zu Bäumen und Begrünung (Sträucher, Rasenflächen) beziehen sich bei längeren Straßen vor allem auf den abgebildeten und nahen Abschnitt, nicht auf die gesamte Straße. Nach Möglichkeit wird darauf hingewiesen.
  • Mit Bäumen sind in erster Linie Straßenbäume gemeint – also solche, die im Straßenraum stehen (und nicht in angrenzen Grünflächen, Parks oder in Privatgärten).
  • Als Radwege werden nur baulich von der Fahrbahn getrennte Spuren mit einberechnet, da nur diese Form des Radwegs wirklich sicher und effizient ist. Mehrzweckstreifen (zwischen Fahrbahnen und Parkplätze aufgemalte Radstreifen) zählen nicht dazu.
  • Die Zahlen beziehen sich auf den Moment der Aufnahme (Jahr unten rechts angegeben).

Die Grenzen von Darstellung und Aussagekraft

  • Straßen mit sich rasch verändernden Querschnitten und Verkehrsflächen lassen sich nur ungenügend darstellen bzw. ist die Analyse dann wenig aussagekräftig. Für solche Fälle müsste eigentlich eine Analyse der Flächen erfolgen, nicht der Querschnitte.
  • Private (Grün-)Flächen und Grünflächen im Hof können mit den Querschnitten nicht erfassen werden bzw. ist das auch nicht sinnvoll, denn es geht bei der Analysemethode um den öffentlichen Raum.
  • Grünflächen gibt es nicht nur in Form von Straßenbäumen, sondern auch als Parks bzw. Wälder. Diese sind aber höchst ungleich über das Stadtgebiet verteilt.
  • Auf die Nähe zu solchen Grünflächen kann in den „Querschnitten“ nur mit Andeutungen hingewiesen werden – der tatsächliche Effekt dieser Grünflächen (Mikroklima, Erholungswert, noch im Alltag praktische Nähe) ist schwierig zu ermitteln.
  • Manchmal wechseln sich Parkplätze und Straßenbäume ab – so ist oft nicht klar, welcher Kategorie diese Flächen zugeschlagen werden können (Parkplätze oder Grünflächen). Es wird versucht, jene Fläche zu wählen, die überwiegt.
  • Parkplätze können auch für Motorräder und Fahrräder eingesetzt werden. Meist sind Parkplätze aber Kfz-Parkplätze.
  • Parkplätze können temporär auch als Schanigärten (Gastgärten) genutzt werden.

Wer ein qualitativ gutes und hochauflösendes Foto einer Straße hat, die hier noch nicht vorkommt, kann sich gerne per Mail melden. Mehr zum Thema öffentlicher Raum und Verkehr gibt es hier.

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Vizebürgermeisterin und Stadträtin Kathrin Gaál untersteht die Geschäftsgruppe Wohnen. Zu dieser gehören u. a. die Baupolizei (kontrolliert die Einhaltung der Bauvorschriften u. dgl.), Wiener Wohnen (Gemeindewohnungen) und der Wohnfonds (Fonds für Neubau und Sanierung).
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(Die Reihung der Parteien orientiert sich an der Anzahl der Mandate im November 2020.)

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