Nordwestbahnhof: Verwässert die Politik ein progressives Projekt?
Mehr Autoverkehr, unnötig hohe Baukosten, viele teure Wohnungen – warum will die Wiener Politik so ein Stadtentwicklungsgebiet?
- Erschienen auf derstandard.at
Mehr Autoverkehr, unnötig hohe Baukosten, viele teure Wohnungen – warum will die Wiener Politik so ein Stadtentwicklungsgebiet?
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Die Plaça del Mercat, der Platz bei der historischen Markthalle von Valencia, ist seit 2022 eine Fußgängerzone. Das Projekt ist Teil einer großflächigen Umgestaltung im Zentrum der spanischen Stadt.
Wien reformiert das Baugesetz. Beim Erhalt von Ressourcen, Stadtbild und prägender Architektur ist dabei noch viel Luft nach oben.
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Die autofreie Fläche am Friedrichsplatz wurde vergrößert, begrünt und stellenweise entsiegelt. Ein Abschnitt der angrenzenden Staglgasse wurde zur Fußgängerzone. Zusammen mit anderen umgebauten Straßen ist eine begrünte und teilweise verkehrsberuhigte Verbindung zum Westbahnhof entstanden.
In der Penzinger Straße hat die Buwog eine große Wohnhausanlage errichtet. Die Architektur des Neubaus setzt sich stark von der umgebenden Bebauung ab. In die Ortsbild-Schutzzone wurden minimalistische Fronten mit Blechoptik gesetzt.
Drei Gründerzeithäuser in Penzing haben einen Dachausbau bekommen. Nicht weiter aufregend, wäre da nicht die Ästhetik. Es ist erstaunlich, dass es dieses Projekt durch die behördliche Genehmigung geschafft hat.
Nach nur rund fünfzig Jahren will die Stadt Wien das Bezirkszentrum Kagran schon wieder abreißen lassen.
Der Altbau in der Leitermayergasse 24 in Hernals wurde abgerissen. Das Haus war zumindest äußerlich saniert. Der Abriss wurde aufgrund von "wirtschaftlicher Abbruchreife" erlaubt.
Seit Jahren verfällt die historische Kinderklinik des AKH. Das Gebäude wurde 1911 errichtet, bei der Planung beteiligt waren der Ringstraßenarchitekt Emil Förster und die berühmten Ärzte und Wissenschaftler Clemens von Pirquet und Theodor Escherich.
Eine Jahrhundertwende-Villa in Penzing fiel dem Abriss zum Opfer. Sie war per Privatgutachten als "nicht erhaltenswert" eingestuft worden. Die Behörden von Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) sind diesem Gutachten gefolgt, obwohl sie dem Abriss noch ein Jahr zuvor nicht zugestimmt hatten.
Liegen einige Studien und Umfragen richtig, lehnen viele Menschen Gebäude in modernen Baustilen ab. Alte und alt wirkende Stile werden bevorzugt. Zwischen den Ansichten von Architekten und Laien scheint es eine große Kluft zu geben. - Kann das tatsächlich stimmen?
In Döbling wird eine Villa aus der Zwischenkriegszeit abgerissen. Das Gebäude nahe Grinzinger Allee und Billrothstraße wirkt äußerlich einwandfrei. Trotzdem wurde von den Behörden ein Abriss wegen angeblicher Abbruchreife erlaubt.
Das Jahrhundertwendehaus in der Cobenzlgasse 69 in Grinzing wurde zum Abriss freigegeben. Die Behörden halten das äußerlich einwandfrei erscheinende Gebäude für abbruchreif.
Das Gründerzeithaus in der Lacknergasse 31 darf abgerissen werden. Die Behörden halten das Gebäude für abbruchreif.
Die Langauergasse hinter dem Westbahnhof war lange Zeit ein unattraktiver Parkplatz. Im Zuge einer Umgestaltung ist daraus ein kleiner Park geworden.
Der Platz vor der Schule in der Pfeilgasse wurde umgestaltet. Es gibt jetzt neue Bäume und Grünflächen, viele Sitzgelegenheiten und mehr Platz für alle.
Eine Fassadenfront des 1871 errichteten Gebäudes war nicht erhalten. Kürzlich wurde der Schmuck bis ins kleinste Detail wiederhergestellt.
Ein Gründerzeithaus zwischen Schönbrunn und Meidlinger Hauptstraße darf abgerissen werden. Wieder einmal hat die Baubehörde den Abbruch eines erhaltungswürdigen Hauses genehmigt.
In Inzersdorf wurden zwei Häuser abgerissen. Eines davon - Oberlaaer Straße 375 - war ein gut erhaltener Altbau.
Bei dem Gründerzeithaus nahe der Wiedner Hauptstraße wurde die Fassade rekonstruiert. Dabei dürfte annähernd nach den Originalplänen aus dem 19. Jahrhundert gearbeitet worden sein.
Die DC Towers an der Donau waren als Ensemble aus zwei komplementären Hochhäusern geplant. Turm 1 wurde 2013 fertiggestellt. Turm 2 fehlt noch. Er wurde in der Zwischenzeit gleich zweimal umgeplant. Von der ursprünglichen Idee ist dabei nichts übriggeblieben.
Die 1895 erbaute Villa wurde von der Architekturbehörde als erhaltenswert eingestuft. Trotzdem will der Eigentümer das Gebäude abreißen. Das Dach und ein Holzaufbau wurden bereits entfernt. Die Bausubstanz ist der Witterung schutzlos ausgesetzt.
Ein Gründerzeithaus nahe der Simmeringer Hauptstraße wurde von den Behörden zum Abriss freigegeben.
Ein Ensemble aus vier Häusern im 20. Bezirk wurde aufgestockt. Das äußere Erscheinungsbild hat sich dadurch stark verändert.
Die Argentinierstraße liegt perfekt und könnte eine einladende Straße sein. Tatsächlich sieht es aber düster aus: Grauer Asphalt, viele Parkplätze und fehlende Begrünung machen den öffentlichen Raum unattraktiv. Bezirk und Rathaus haben Verbesserungen versprochen.
Wo früher Autos fuhren, ist jetzt eine große Fußgängerzone: Der Rathausplatz der spanischen Stadt Valencia wurde 2020 großteils verkehrsberuhigt. Eine bauliche Umgestaltung mit Begrünung folgt.
Das Gebäude der Sozialversicherung der Selbständigen in der Wiedner Hauptstraße wurde umgebaut. Dabei ist die charakteristische Fassadengestaltung der 1970er-Jahre verloren gegangen.
In der Linzer Straße im 14. Bezirk durfte ein Gründerzeithaus, in dem einst ein Kino war, abgebrochen werden. Wieder einmal hat der Abriss-Schutz für Altbauten versagt.
Das Gründerzeithaus an der Ecke Geblergasse/Taubergasse in Hernals wurde aufgestockt. Die ästhetische Wirkung des Gebäudes hat sich dadurch stark verändert.
In der äußeren Mariahilfer Straße wurden zwei Gebäude abgerissen. Eines davon war ein ehemaliges Kino, das 1911 von einer Frau gegründet worden war - ein wenig bekanntes Zeugnis der Wiener Kino- und Frauengeschichte.
Der Platz im Zentrum der spanischen Stadt wurde 2022 zur Fußgängerzone umgebaut.
In Hietzing wurde ein Jahrhundertwendehaus abgerissen.
Das 2018 erbaute Wohnhaus ist ein für Wien untypischer Neubau. Die abwechslungsreiche und hochwertige äußere Gestaltung mit einer Klinkerfassade reagiert auf die Umgebung und auf ältere Architektur.
Die Donau City sollte einst ein zweites Wiener Stadtzentrum werden. Geworden ist das Hochhausviertel etwas ganz anderes. Der Stadtteil an der Donau ist gekennzeichnet durch harte Ästhetik, menschenleere Flächen und ein Nebeneinander riesiger Gebäude.
Gleich drei Altbauten nahe Mariahilfer Straße und Westbahnhof stehen vor dem Abriss. Dabei sieht die Magistratsabteilung für Architektur die Häuser als erhaltenswert an. Trotzdem hat die Baubehörde den Abriss erlaubt.