Staudgasse 49: Fassade rekonstruiert

Das 1909 erbaute Gründerzeithaus in der Staudgasse 49 war lange Zeit unvollständig erhalten. Nur eine Fassadenfront trug noch den originalen Schmuck aus der Gründerzeit. Auf der Seite der Hildebrandgasse fehlte der Dekor aber. Wahrscheinlich war die Fassade bei einer Renovierung abgeschlagen worden – wie so oft in und ab den 1950ern. Ein Kriegsschaden bestand jedenfalls nicht. Nur im Erdgeschoß hatte sich der Stuck erhalten.

Bei der letzten Renovierung (um 2015?) erhielt die geglättete Seite den passenden Dekor. Fenstergiebel und Gesimse wurden exakt nachgebildet. Die rekonstruierte Fassadenfront ist von der alten nicht mehr zu unterscheiden. Sanierung und Rekonstruktion dürften vom Unternehmen JP Immobilien vorgenommen worden sein.

Erdgeschoßfassade des Gründerzeithauses Ecke Staudgasse/Hildebrandgasse, nach der Sanierung, Wien-Währing
Staudgasse 49: links die originale Seite, recht die rekonstruierte Fassade (Foto: 2021)

Rekonstruktionen von zerstörten bzw. vereinfachten Fassaden sind in Wien selten – aber sie kommen vor. Beispiele: Gaudenzdorfer Gürtel 47 (12. Bezirk), Schimmelgasse 7 (3. Bezirk).

Haben Sie Fotos des Hauses vor der Sanierung? Bitte schreiben Sie mir, damit dieser Artikel ergänzt werden kann!

WienSchauen.at ist eine unabhängige, nicht-kommerzielle und ausschließlich privat finanzierte Webseite, die von Georg Scherer betrieben wird. Ich schreibe hier seit 2018 über das alte und neue Wien, über Architektur, Ästhetik und den öffentlichen Raum.

Wenn Sie mir etwas mitteilen möchten, können Sie mich per E-Mail erreichen.