Schönbrunner Schloßstraße 2: Abriss auf den Kometgründen
Das prachtvolle Jahrhundertwendehaus befand sich nicht in einer Schutzzone und stand auch nicht unter Denkmalschutz. 2013 kam der Abriss.
Das prachtvolle Jahrhundertwendehaus befand sich nicht in einer Schutzzone und stand auch nicht unter Denkmalschutz. 2013 kam der Abriss.
Das alte Wien lebt von seinen schmucken Fassaden. Doch viele Häuser haben ihren historischen Fassadendekor durch die Zerstörungen des 2. Weltkriegs und die oft brutalen Sanierungsmaßnahmen der Nachkriegszeit eingebüßt. Eines dieser Häuser liegt in der kleinen Schimmelgasse im 3. Bezirk, nur wenige Schritte von der Landstraßer Hauptstraße entfernt. Bei einer Sanierung im Jahr 2020 wurde der fehlende Fassadenschmuck vollständig rekonstruiert. - Ein Vorbild für ganz Wien.
Das kleine Gründerzeithaus wurde um 2017 abgerissen.. Im Bebauungsplan (beschlossen im Jahr 2000) war keine Schutzzone festgelegt worden. Auch die Bauklasse stimmte mit dem Altbau überhaupt nicht überein.
Die Vorgründerzeithäuser in der Turnergasse 24 und 26, nahe Gürtel und Mariahilferstraße, wurden vor 2011 abgerissen.
Das kleine Haus wurde etwa 2016 durch einen Neubau ersetzt.
Von den historischen Paukerwerken in Floridsdorf ist fast nichts mehr übrig. Die im frühen 20. Jahrhundert erbauten Backsteingebäude wurde 2020 nahezu vollständig abgerissen. Dabei haben die Magistrate sogar einen Teil der alten Hallen als erhaltenswert eingestuft. Wurde mehr abgerissen als erlaubt?
Die Landstraßer Hauptstraße liegt gut. Wollzeile, Ringstraße und Stadtpark sind nur wenige Minuten entfernt, vom Bahnhof Wien Mitte aus gibt es Schnellverbindungen ins Umland und zum Flughafen. Zudem haben sich in der Landstraße viele schöne historische Gebäude erhalten. Trotz dieser guten Voraussetzungen ist die Landstraße alles andere als attraktiv gestaltet: Der motorisierte Individualverkehr dominiert, Radfahrer hingegen kommen förmlich unter die Räder. Zudem mangelt es stellenweise an Bäumen. Auch die Gehsteige könnten teilweise schöner und breiter sein.
Auch Kagran war einmal alt. Zwischen hohen Wohnblöcken und mitunter wenig attraktiven Neubauten sind heute nur mehr kleine Reste der historischen Architektur der einstigen Vorstadtgemeinde erhalten. Bis vor ein paar Jahren war das noch etwas anders. Die Stadt Wien hat sich über viele Jahre und Jahrzehnte nicht um den Schutz dieser Häuser gekümmert. Zwar gibt es u.a. in der Wagramer Straße seit 2020 eine Schutzzone, aber selbst dabei wurden viele Häuser einfach "vergessen". Zugleich entstehen in Kagran und generell in Transdanubien reihenweise architektonisch geradezu banale Neubauten.
Die Seestadt Aspern ist das vielleicht bekannteste Stadtentwicklungsgebiet Wiens. Einer der zentralsten Teile der Seestadt ist das Seeparkquartier, das direkt bei der Endstelle der U-Bahn-Linie 2 liegt. Während etliche der neuen Gebäude einen zumindest passablen Eindruck machen, ist der öffentliche Raum eine mittlere Katastrophe. Die Fußgängerzone mitten in einem der aufstrebenden Stadtteile Wiens ist eine schlichte "Asphaltwüste".
In vielen Straßen des 8. Bezirks gibt es keine oder nur sehr wenige Bäume. Weite Flächen sind asphaltiert. Die meisten Straßen, Gassen und Plätze sind dem PKW-Verkehr fast völlig untergeordnet. Selbst schmale Gassen sind massiv zugeparkt - obwohl über 70% der Bewohner gar kein eigenes Auto haben und obwohl der 8. Bezirk die im Verhältnis wenigsten Grünflächen in ganz Wien hat.
Das Gründerzeithaus in der Gentzgasse 53 - erbaut im 19. Jahrhundert - wurde um 2010 abgerissen. Beim Nachfolgebau wurde wenig Wert auf eine harmonische Einordnung in das sonst sehr gut erhaltene historische Umfeld gelegt.
Das Gründerzeithaus in der Einsiedlergasse 38 wurde in den 1870ern erbaut. Es bildete mit den Nachbarhäusern ein schönes historisches Ensemble. Der Abriss kam um das Jahr 2000. Eine Schutzzone galt nicht.
Jahrelang hielt das Gründerzeithaus in der Hetzgasse 8 Politik, Gerichte und Denkmalschützer in Atem. 2016 konnte ein Abriss des ehemaligen kommunalen Wohnbaus in letzter Minute verhindert werden.
Der Stephansplatz ist das unbestrittene Zentrum Wiens. Doch nicht immer hat es um Österreichs bedeutendste Kirche - den Stephansdom - eine schöne Fußgängerzone und viel Platz für alle gegeben. Jahrzehntelang waren Stephansplatz, Graben und Kärntnerstraße fest in der Hand des Autoverkehrs. Fahrende und parkende PKW bestimmten den öffentlichen Raum, Fußgänger wurden an den Rand gedrängt, die Innere Stadt galt als sterbender Bezirk. – Fotos und Infos zu 140 Jahren Stephansplatz & Umgebung. Mit Schwerpunkt öffentlicher Raum und Verkehr.
Das etwa Mitte des 19. Jahrhunderts erbaute Wohnhaus in der Turnergasse 33 im 15. Bezirk war ein atypischer Gemeindebau. Um 2000 wurde das Gebäude privatisiert. Einige Jahre später kam der Abriss.
Die Fassaden der Biedermeierhäuser Mariahilfer Straße 166-168 wurden 2018 teilweise abgeschlagen. 2020 durften die Häuser abgerissen werden.
Im 8. Bezirk ist Platz im öffentlichen Raum Mangelware. Einer der wenigen größeren Plätze in der Josefstadt ist der Albertplatz - doch als Erholungsort, zum Spazieren oder zur Abkühlung kann der historische Platz nur bedingt dienen: Über die Hälfte der Fläche ist für Fahrbahnen und Parkplätze reserviert, nur ein Fünftel für Begrünung und Bäume. Öffentliche Flächen, die für alle nutzbar sind, fehlen.
Der Leopoldauer Platz ist einer von nur wenigen gut erhaltenen historischen Ortskernen in Floridsdorf. Seit vielen Jahren gilt dort eine Schutzzone, um die größtenteils aus dem 19. Jahrhundert stammenden Häuser vor dem Abbruch zu bewahren. Trotzdem wurden 2020 gleich zwei dieser alten Häuser abgerissen.
Der Bennoplatz liegt in einem der dichtbebautesten Bezirke Wiens - der Josefstadt. Anders als in der näheren Umgebung gibt es hier zwar etliche hohe Bäume, doch ist der eigentliche Platz für viele Menschen nur beschränkt nutzbar: Parkplätze und Fahrbahnen machen den größten Teil der Fläche aus, während es für Fußgänger mitunter eng wird. Dabei haben 70% der Bewohner im 8. Bezirk gar keinen eigenen PKW. Einerseits fehlt es in der Josefstadt generell an verkehrsberuhigten Orten und Parks, andererseits sind die vorhandenen Plätze z.T. wenig attraktiv gestaltet. So wie der Bennoplatz.
Das dreigeschoßige Gründerzeithaus wurde 1899 erbaut und 2016 abgerissen. Jetzt steht hier ein hohes Wohnhaus mit rasterartig angeordneten Balkonen.
2020 wurde Wien zur "grünsten Stadt der Welt" gewählt. Doch in vielen Gegenden ist davon nicht viel zu spüren - zum Beispiel im 15. Bezirk, gleich hinter dem Westbahnhof: In vielen Gassen gibt es keinen einzigen Baum. Der öffentliche Raum ist fast durchgehend mit grauem Asphalt versiegelt, parkende Fahrzeuge prägen das Straßenbild. Auch rezente Umgestaltungen haben die Situation nur bedingt verbessert.
Lange haben Denkmalschützer gegen den drohenden Abriss gekämpft. Hunderte Bürger haben sich in einer Petition für den Erhalt ausgesprochen. Trotzdem hat das zur Stadt Wien gehörende AKH die historische I. Medizinischen Klinik abgerissen.
Nur wenige Schritte vom Hauptbahnhof entfernt wird ein riesiges neues Stadtviertel gebaut. Am Neuen Landgut sollen künftig 4000 Menschen leben. Im März 2020 wurde der Plan vorgestellt, im September folgte der Beschluss im Gemeinderat. Doch dieser Plan hat einige Schwächen. In den Monaten zwischen der Vorstellung und dem Beschluss des Plans wäre Zeit gewesen, diese Schwächen zu beheben. Das ist nicht geschehen.
Der 15. Bezirk bekommt eine neue Schutzzone, erstmals auch im Bezirksteil Rustendorf. Das ist eine deutliche Verbesserung, denn bisher sind erst wenige Häuser im Bezirk auf diese Weise vor Abrissen geschützt. Das Problem: Die geplante neue Schutzzone ist deutlich zu klein.
Kunst, Mist und Zufall. Graffiti an der Hausmauer, achtlos weggeworfener Müll und politische Botschaften. - Menschen hinterlassen Spuren in der Stadt. Dieser Beitrag widmet sich den kleinen Beobachtungen und Kuriositäten des Alltags. Immer sind es Momentaufnahmen, denn die Spuren verwischen schnell und vieles von dem, was hier gezeigt wird, ist schon längst übermalt, zerstört oder weggeräumt.
Der 10. Bezirk ist seit Anfang 2020 um zwei historische Gebäude ärmer. Eines davon war ein Verwaltungsgebäude der Bahn. Die über 100 Jahre alten Bauten wurden mit ausdrücklicher Zustimmung der Magistrate abgerissen. Damit ist die Chance vertan, die Altbauten in das neue Stadtentwicklungsgebiet "Neues Landgut" beim Hauptbahnhof zu integrieren. Nur die historischen Hallen sind erhalten geblieben, darunter die Gösserhalle.
2019 wurde die Otto-Bauer-Gasse im 6. Bezirk zur Begegnungszone umgebaut. In der beliebten Seitengasse der Mariahilfer Straße gibt es seither weniger Verkehr, eine helle Pflasterung und neue Bäume. Und doch will sich das Gefühl einer gleichberechtigten Nutzung nicht so richtig einstellen. War die Umgestaltung den Aufwand wirklich wert?
Über 230 Jahre alt ist das kleine Haus in der Freundgasse 9, mitten im 4. Wiener Gemeindebezirk. Hier gelten Denkmalschutz und Schutzzone - also der bestmögliche Schutz, um historische Gebäude langfristig zu erhalten. Während die Nachbarhäuser vorbildlich renoviert sind, verfällt Haus Nr. 9 seit vielen Jahren.
Der Abriss des 1906 erbauten Hopf-Hauses hat zu Protesten in der Bevölkerung geführt. Heute steht hier ein Wohnbau.
Die kleine Gasse mit dem Dreifachkonsonanten ist seit Ende 2019 teilweise eine Fußgängerzone. Damit gibt es nur wenige Schritte von der Mariahilfer Straße entfernt neue Bäume, eine schöne Pflasterung und viel Platz für alle. Gerade für den 6. Bezirk mit seiner hohen Bevölkerungsdichte und den spärlichen Grünflächen ist das eine enorme Verbesserung.
Das Zentrum der österreichischen Politik ist eine riesige Asphaltfläche. Nach einem missglückten Umbau präsentiert sich der Ballhausplatz heute als graue, unattraktive Hitzeinsel inmitten der Inneren Stadt. Auch in der Umgebung - vom Burgtheater bis zum Heldenplatz - beherrschen Asphalt, Parkplätze und überbreite Straßen den öffentlichen Raum. Während die Aufregung um den geplanten Turm am Heumarkt seit Jahren groß ist, wird die traurige Gestaltung im Herzen des Wiener Weltkulturerbes überhaupt nicht wahrgenommen. - Über den Ballhausplatz, sein Umfeld und Chancen für die Zukunft.
Die 1978 erbaute Zentrale der Fluglinie Austrian Airlines in der Fontanastraße 1 (Oberlaa) wurde 2013 abgerissen. Architekt war Georg Lippert.
Nahe dem Floridsdorfer Spitz wurden zwei komplett erhaltene Gründerzeithäuser abgerissen.
Vor Kurzem wurde eine historische Mauer in Wien abgerissen. Ein Unternehmen der (staatlichen) Bundesimmobiliengesellschaft errichtet hier ein neues Wohnhaus. Doch anstatt Teile der Mauer in den Neubau zu integrieren, erinnert in der Landstraßer Hauptstraße jetzt nichts mehr an die alte k.u.k.-Kaserne, zu der die Mauer einst gehörte. Selbst die Bezirksvorstehung sprach sich für den Abriss aus.
Die schmale Rotenturmstraße war lange Zeit grau und wenig attraktiv gestaltet. Im Sommer 2019 wurde sie zur Begegnungszone umgebaut. Jetzt gibt es mehr Platz für Fußgänger, neue Bäume und eine schöne Pflasterung. Und trotzdem wäre eine kleine Fußgängerzone vielleicht besser gewesen. – Ein Vorher-Nachher-Vergleich.