Fotos und Text © Georg Scherer, 2018-2019

Bestürzende Neubauten

Otto WagnerHeinrich von Ferstel, Theophil Hansen – sie und viele andere haben Wien zu dem gemacht, wie wir es heute kennen. Die Wiener Architektur der Jahrhundertwende und des frühen 20. Jahrhunderts wird international hoch geschätzt und ist ein Grund dafür, warum so viele Menschen diese Stadt Jahr für Jahr besuchen.

Einhundert Jahre später haben sich die Baustile entschieden verändert. Im Neubau dominiert oft die Farbe Grau, die Fassaden sind meist glatt und schmucklos, Anleihen an historische Vorbilder passé. Neue Gebäude werden zuweilen lieblos in jahrhundertealte Stadtviertel geklotzt, selbst bei der Form und Anordnung der Fenster ist Rücksicht auf das Umfeld eine Seltenheit. Und während früher Gusseisen und das bekannte “50er-Jahre-Grün” zum Einsatz kamen, sind Gitter und Balkone heute aus silbergrauem Stahl. Wie werden die Menschen wohl in hundert Jahren über die Bauten der Jahrtausendwende und die Architektur unserer Zeit denken?

Auf dieser Seite finden sich Beispiele von Gebäuden, die ab den 1990ern in Wien errichtet wurden.

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Diese Seite wird laufend aktualisiert. Bei Neubauten, die historisch bedeutende Gebäude ersetzen (i.e. nach Abrissen errichtet worden sind), ist dies im Text unter dem Bild vermerkt. Infos dazu, warum auch in historisch sensiblen Gegenden ohne Rücksicht auf die umgebende Bebauung neu gebaut werden darf, gibt es in den Artikeln “Abriss und Neubau in Schutzzone – Optik egal?” und “Bauen ohne Rücksicht“. Eine Übersicht zum Thema Politik & Abbrüche bietet der Artikel “Abriss-Schutz statt Laissez-faire“.

Wo gibt es noch “bestürzende Neubauten”? Hinweise und Fotos bitte an: georg.scherer@wienschauen.at

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