Schulzentrum bekommt verkehrsberuhigte Vorplätze
Zwischen Mittelgasse und Spalowskygasse, nahe dem Gürtel und neben dem Raimund Theater, liegt das Schulzentrum Spalowskygasse. Das denkmalgeschützte Schulgebäude wurde von 2022 bis 2024 saniert und ausgebaut. Durch die Schaffung von Fußgängerzonen hat auch das unmittelbare Umfeld der Schule eine Aufwertung erfahren.[2]
In die Planung waren die Schule und Anwohner eingebunden. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung stieß der Entwurf mit der Fußgängerzone in der Spalowskygasse bei 80 Prozent der Befragten auf Zustimmung. Bei der Mittelgasse konnte aus zwei Varianten gewählt werden. 63 Prozent stimmten dabei für eine Fußgängerzone.[1]
In der konkreten Ausgestaltung wurde auf in Wien gängige Elemente gesetzt: begrünte Baumscheiben mit teils wuchtigen Umfassungen und Sitzplätzen, Betonsteinpflasterung, Wasserelemente und Trinkbrunnen. „Traditionelle“ Komponenten wie Straßenlaternen in historisierendem Design kamen nicht zum Einsatz. Auch Baumscheibengitter, wie sie etwa aus Prag und Budapest bekannt sind, wurden nicht verwendet.
Spalowskygasse umgestaltet
Der Schulvorplatz in der Spalowskygasse wurde 2025 zur Fußgängerzone umgestaltet. Zu den bereits vorhandenen Bäumen kamen sieben weitere und neue Grünflächen dazu. Eine Fläche von 1.000 Quadratmetern wurde nach Entfernung des Asphalts neu gepflastert und teilweise begrünt.[1]
So sah es in der Spalowskygasse vor dem Umbau aus:
Durch den Umbau sind auch neue Sitzgelegenheiten dazugekommen. Der öffentliche Raum macht nun einen deutlich freundlicheren Eindruck.
Mittelgasse ebenfalls umgestaltet
Die Mittelgasse wurde bereits 2024 auf einer Länge von etwa 120 Metern umgestaltet. Die Detailgestaltung entspricht weitgehend jener der Spalowskygasse.[1] Hier eine Aufnahme der Mittelgasse vor dem Umbau:
In der Mittelgasse wurden sechs neue Bäume gepflanzt und Grünflächen geschaffen.[1]
Warten auf den großen Wurf
Mit der Umgestaltung der beiden Gassen ist für das Grätzl eine deutliche Aufwertung gelungen. Ein weitaus größerer Brocken wartet aber noch auf die Umsetzung: die Umgestaltung der Gumpendorfer Straße. Eine Straße mit hohem Potenzial und einer mehrheitlich gut funktionierenden Erdgeschoßzone. Aber auch eine Straße mit wenigen Bäumen, viel Asphalt und viel Autoverkehr (Details in diesem Artikel).
Eine konsequente Umgestaltung würde nicht nur eine Begrünung des Straßenraums einschließen – die Pflanzung einer Baumallee -, sondern auch das Kappen der Durchfahrt für Kfz, um den Transitverkehr wegzubekommen. Ebenso eine Reduktion der Parkplätze. Die von der Stadt Wien vorgestellten Umbaupläne sehen allerdings keinen Stopp für den durchfahrenden Autoverkehr vor, folglich auch keine Verbesserung für den Radverkehr. Die Umsetzung dieser Pläne wurde letztes Jahr jedoch vorerst abgesagt.[3] Vielleicht ist das eine Gelegenheit, um über einen progressiveren Umbau nachzudenken?
Quellen
- [1] Neues Schulumfeld in der Mittel- und Spalowskygasse (Stadt Wien)
- [2] Neuer Schulraum für Mariahilf: Eröffnungsfeier 6., Mittelgasse 24/Spalowskygasse 5 (Presse-Service der Stadt Wien, 19.11.2025)
- [3] Umbau der Gumpendorfer Straße eingespart (ORF, 18.10.2025)
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