2022 wurde ein kurzer Abschnitt der Burggasse umgebaut. Bei der Ecke zur Neubaugasse gibt es seither neue Bäume und einen breiten, gepflasterten Gehsteig. Das Beispiel zeigt, wie sich mit einfachen Mitteln eine moderne und nachhaltige Gestaltung erzielen lässt.
Neue Bäume, breiterer Gehsteig
Die meisten Straßen in Wien sind folgendermaßen aufgeteilt: Fahrbahn in der Mitte, Parkplätze auf beiden Seiten, mehr oder minder schmale Gehsteige an den Rändern; manchmal Bäume, manchmal nicht. Diese Normalität wird den Anforderungen der heutigen Zeit nicht mehr gerecht. Es braucht ausreichend große Flächen für Fußgänger und Begrünung, ebenso eine durchgängige und sichere Radinfrastruktur.
Der Umbau der Bestandsstadt im Hinblick auf progressive Verkehrsplanung und ästhetischen Anspruch ist nicht einfach. Ein kleine Neugestaltung ist beispielsweise auf einem kurzen Abschnitt der Burggasse gelungen.
Zwischen Neubaugasse und Stuckgasse wurden an einer Straßenseite fünf neue Bäume gepflanzt und die Gehsteige verbreitert und gepflastert. Hinter dem Projekt stehen Bezirksvorsteher Markus Reiter (Grüne) und Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ).
Mit dieser Baumaßnahme wurde die Neubaugasse mit dem Ruth-Klüger-Platz verbunden. Der Ruth-Klüger-Platz ist 2020 durch Entfernung einer Nebenfahrbahn entstanden und liegt direkt anschließend stadteinwärts. Die Neubaugasse wurde 2020/2021 umgebaut.
Dieser Abschnitt der Burggasse wurde umgebaut:
Eine neue Seite der Burggasse
Die Fotostrecke unten zeigt die baulichen Veränderungen:
Auf der anderen Straßenseite gab keine wesentlichen Veränderungen:
Quellen
- Sima/Reiter: Entsiegelung und Begrünung von Hitzeinseln in Wien Neubau (Presseaussendung, 5.5.2022)
- Fallen am Neubau zehn Parkplätze für fünf Bäume weg? (meinbezirk.at, 24.2.2022)
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