Fotos und Text © Georg Scherer, 2018-2019
2019: Teilabriss Nordbahnhalle
2019: Genehmigter Teilabriss in der Kaiserstraße 31
Über zwei Abrisse und Neubauten in der Marchettigasse
2019: Abriss-Schutz statt Laissez-faire: Über ein neues Gesetz
Abriss 2018/2019: Floßgasse 14, ehem. jüdisches Ritualbad
Vor Abriss: Historische AKH-Kliniken
Abriss 2018: Lindauergasse 2-6, Bachgasse 5
Teilabriss 2018: Historische Fabrik in der Geiselberstraße 26-32
Demontage einer historischen Kuppel (2018): Wiedner Gürtel 18
Abriss 2018/2019: "Sperl-Haus" (Karolinengasse 13)
Abriss 2019: "Blaues Haus" (Mariahilfer Straße 132)
Teilabriss 2018: Mariahilfer Straße 166-168
Abriss 2018: Baumgasse 71
Abriss 2018: Zieglergasse 52
Abriss 2018: Heigerleinstraße 20-22
Teilabriss 2018: Radetzkystraße 24-26
Abriss 2018: Mariahilfer Gürtel 33
Abriss 2015/2016: Wiedner Gürtel 16 u. 22
Abriss 2013: Hernalser Hauptstraße 59 u. 61

Unzählige Häuser werden jedes Jahr in ganz Wien abgerissen. Nicht immer wird man einem Altbau nachweinen – etwa wenn durch spätere Umbauten nicht mehr viel vom Originalzustand übrig war. Oft ist aber genau das Gegenteil der Fall: Wenn nämlich Gründerzeithäuser mit kunstvollen Fassaden der Abrissbirne zum Opfer fallen. Wenn 200 Jahre alte Biedermeierhäuser modernen Wohnkomplexen weichen müssen. Oder wenn ikonische Häuser der Zwischenkriegs- und Nachkriegszeit einfach aus dem Stadtbild entfernt werden.

Doch es gibt Maßnahmen, um der Abrisswelle etwas entgegenzuhalten. Das Bundesdenkmalamt kann besonders herausragende Gebäude unter Denkmalschutz stellen. Die Stadt kann Schutzzonen widmen und Bauhöhen beschränken, sodass alte Häuser nicht unter wirtschaftlichen Druck geraten. Die Baupolizei kann für einen guten Bauzustand sorgen, damit es nicht zur Abbruchreife kommt. Und mit Förderungen der Stadt Wien lassen sich in die Jahre gekommene Gebäude wieder auf Vordermann bringen.

Jeder kann etwas zum Erhalt historischer Gebäude beitragen:

  • Einzelne Gebäude, die einen besonders originalen und gut erhaltenen Eindruck machen, können direkt dem Denkmalamt, dem Bezirk und der zuständigen Stelle im Rathaus gemeldet werden. Denkmalschutz wird nicht vielen Gebäuden zuerkannt, aber einen Versuch ist es wert.
  • Haben sich mehrere ähnliche Häuser in unmittelbarer Nähe erhalten, könnte das ein Fall für die Schutzzone (Ensembleschutz) sein. Ein Blick in den interaktiven Plan zeigt, wo es solche Zonen gibt. Ist keine Schutzzone (rote Fläche) zu sehen, dann gleich der jeweiligen Bezirkvorstehung und der Bezirkspartei des eigenen Vertrauens schreiben. Am besten Fotos und eine Auflistung der Häuser mitschicken! Jede Bezirkspartei kann einen Antrag auf Schutzzonen-Prüfung stellen.
  • Alte Häuser, die in einem schlechten Zustand sind, können der Baupolizei gemeldet werden.
  • Wer befürchtet, dass bei einem alten Gebäude ein Abriss bevorsteht oder wer unklare Bauarbeiten bemerkt, wendet sich am besten an die Baupolizei, den Bezirk und die Initiative Denkmalschutz. Rund um die Uhr ist auch der Permanenzdienst im Rathaus erreichbar.
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